Fünfzack für Juletid

 Die Weihnachtszeit in Norwegen, bekannt als “Jul”, ist eine magische und besinnliche Zeit, die von Traditionen, gemütlichem Beisammensein und der nordischen Winterlandschaft geprägt ist. Hier sind einige typische Bräuche und Besonderheiten:

Viele Familien zünden an jedem der vier Adventssonntage eine Kerze an und feiern gemeinsam. Adventskalender, oft mit kleinen Geschenken oder Schokolade, sind beliebt.

Häuser werden mit Sternenlichtern, Kerzen und Kränzen geschmückt. Rote, weiße und goldene Farben dominieren. In kleinen Städten und Dörfern erstrahlen Lichterketten an Fenstern und Bäumen.

Mit dem „Fünfzwack für Juletid“ wurde ein Stück Norwegen für die Heimat geschaffen. Mit einer sehr einfachen Struktur und Bauform gelingt es so für jeden Garten Wohn- und Behaglichkeit zu schaffen.

In den nächsten Wochen wird hier eine kleine Bauanleitung und Materialliste veröffentlicht.

Der Weg zum eigenen Stern

Überblick

Alles beginnt mit dem Material

Ihr könnt natürlich jedes Materal verwenden, was ihr wollt. Von mir gibt es hier ein paar TIpps. Im Baumarkt (Hornbach) konnte ich sogenannte „Balkonbretter“ ergattern. Sie sind gehobelt und geschliffen und haben schon das Maß, was wir benötigen. Also lässt sich das Projekt wirklich schnell umsetzen.

Die Balkonbretter kosten unter 2 Euro das Stück. Dazu benötigen wir Sechskantschrauben (oder Schlossschrauben, siehe unten), 20 Beilagscheiben und Flügelmuttern. Alles andere sind Dinge, die hier bestimmt sowieso zu Hause habt. Hier die Liste:

Werkzeug
  • Akkuschrauber und 10er Bohrer
  • Stichsäge oder Tischkreissäge, ggf. Tauch-/Handkreissäge für den Schrägen Zuschnitt der Bretter. Bei 5 Schnitten auch mit einer Japansäge gut zu erleidgen.
  • Schleifpapier, Fräse oder Hobel für die Kanten
  • Ggf. eine Wasserpumpenzange zum kräftigen Festziehen der Flügelmuttern
  • Lichterkette, je nach Größe des Sterns – lieber nicht zu kurz!

Holzzuschnitt

für den kleinen Stern benötigen wir insgesamt 10 Holzlatten, wobei wir diese aus 5 Balkonbrettern schneiden können. Es ergeben sich trapezförmige Teile, mit einer kürzeren und längeren Seite. Die Maße können frei gewählt werden. Der kleine Stern ist bei uns:

  • kurze Seite: ca. 3-3,5 cm
  • lange Seite: ca. 6,5 cm
  • Länge des Holzstücks: 50 cm

Wichtig: Kanten brechen. Es ist ratsam, mit einem Hobel oder zumindest mit einem Schleifpapier die Kanten zu bearbeiten. Wer es besonders gleichmäßig mag, nutzt einmal rundherum eine Kantenfräse.

Der große Stern sollte auf eine Länge von 80-100cm zugeschnitten werden. Mit der Empfehlung der Balkonlatten müsste ihr sie nicht auf Länge zuschneiden, diese sind bereits 980 mm. Lediglich der Zuschnitt in der Schräge ist damit notwendig:

  • Kurze Seite: ca. 4 cm
  • Lange Seite: ca. 7,5 cm
  • Länge des Holzstücks: 80-100 cm

Bohrlöcher anfertigen

Im nächsten Schritt werden die Bohrlöcher mittig an die Enden gesetzt. Achtet darauf, nicht zu dicht an den Rand zu gelangen. Ihr werden i.d.R. Kiefer/Fichte verwenden, die sehr schnell ausbrechnen kann.

Bohrlöcher anfasen / entgraten. Aufgrund der von mir gewählten Größe an Schrauben habe ich hier mit einem 10er Holzbohrer die Löcher angefertigt. Solltet ihr M8 oder M12 Schrauben nehmen, passt ihr die Löcher an. Die Schrauben sollten nicht zu stram sitzen, da das Holz im Winter noch quillt.

Zusammenbau

Jeweils eine breite bzw. schmale Seiten miteinander verbinden. Die breiten Seiten bilden später das Innere des Sterns. Die schmalen Seiten bilden die Sternspitzen.

Tipp: Ein Holzteil mit und eines ohne Schrauben an den schmalen Seiten aufeinanderstecken. Das Holzteil mit der Schrauben liegt oben und zeigt nach links. Auf der Rückseite eine Unterlegschreibe sowie eine Mutter, dann die beiden Holzteile fixieren. Die Teile ruhig schon ordentlich festziehen, da sich die Spitzen dann immer noch gut in Form bringen lassen.

Achte auf die Anordnung auf dem fertigen Bild, dann fällt dir das zusammenstecken leichter (Breite Seite auf der Schraube liegend, Flügelmutter oben). Die Bretter sind immer im Versatz angeordnet.

Einige Tipps

Schlossschrauben

Ihr könnt Schlossschrauben oder Sechskantschrauben verwenden. Der Vorteil an Schlossschrauben ist, dass sie sich in das Holz ziehen und sich vermeintlich dann nicht mehr bewegen. Das Holz lässt sich aber dennoch verschieben, da die Hebelwirkung einfach zu groß ist. Deshalb mein Tipp: Einfach normale Sechskantschrauben mit einer Beilagscheibe verwenden. Und wenn sich die Holzbretter dann immer noch zu sehr bewegen, einfach einen Filzgleiter dazwischen packen.

Das Gute: Mit den normalen Sechskantschrauben lässt sich der Rückbau auch einfacher organisieren und die Schrauben sind besser zu entfernen. So könnt ihr den Stern sicher über den Sommer bringen.

Natur statt Öl

Ihr könnt das Holz natürlich ölen. Oder ihr lasst es einfach so wie es ist. Es wird sich über den Winter kaum verändern und vielleicht leicht vergrauen. Gefällt es euch nicht mehr, schleift ihr es an. Das geht schneller, man kann als ungeduldiger Mensch sich das Resultat sofort anschauen und garantiert wird es niemandem auffallen.

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